181# Hottentottenstottertrottelmutterattentäter

 
Ort Datum
 Rosgartenstraße  02.11.2012
Gesprächsbeginn Gesprächsende
Geschlecht Alter
 männlich  84
Wie lange sind Sie schon in Konstanz?
Jahre Monate Tage Stunden Minuten
Sind Sie
Eingeborene(r) Tourist(in) Schweizer(in) Zugezogene (r) Student(in) Sonstiges
 X
Wo sind Sie geboren? ___

682 – 687

“…das Brüderlein, da wusste er, das tat ihm weh. Sie liebte nur sein’ BMW!”

Meine Reimverse, 144 Reimverse zum Thema Auto, romantisch, spannend, lustig. Nur lustig. Zum schmunzeln und lachen. Gestern habe ich der Helene Fischer im Hallestadion in Zürich eine Ausgabe geschenkt – und ihrem Manager. Ich suche einen Verleger  - und das ist fast unmöglich. Ich habs für mich und meine Kollegen… – aber vielleicht gibt es mal ein Buch. Aber ich habe 33 Seiten fix und fertig als Manuskript. Ohne Schauspielschule, ohne irgendetwas, habe ich meine Nummer gemacht. Ich bin Computeranalphabet. Man muss das Geld in einen Umschlag legen, meine Adresse drauf – und von Deutschland aus kostet das 30 Franken, wegen des Einschrieb.

Alles schöne Geschichten. Jeder Versli hat eine Geschichte, ob romantisch, spannend oder ..die gebe ich ihnen gerne.

Ich komme aus der Schweiz, oder. In Konstanz bin ich einkaufen mit meiner Frau, weil es günstiger ist. Das sollte man nicht einfach kopieren, die Versli. Aber man kann es anfordern. 20 Schweizer Franken ein Couvert oder wenn es per Post geschickt werden muss, kostet es 30, 30. Das ist ein großes Geschenk für jeden Autofahrer, zum Beispiel. 144 Autoverse. Ich habe 30 Jahr Kabarett gemacht. Da stand ich sehr viel auf der Bühne. 2000 Leute waren es einmal. Aber meistens nur Hochzeiten, geschlossene Gesellschaften. Ich war 35 Jahre Bäcker in der Migros-Bäckerei. Und der Direktor hat mich gesehen in einer Show in der neuen Kantine und hat mir das große Einweihungsfest übergeben. Das ganze Programm zusammenstellen und präsentieren und eine Nummer habe ich gemacht. Ein Italiener, Francesco Giovanni Ballini Balloni, und der sang “O sole mio ” und alles ging schief; war ein Playback, verstehen Sie. Ich habe 30 Jahre das nebenamtlich nur Samstags gemacht ohne Medien und habe noch Tenniskurse gegeben. 20 Jahre im Schulamt von Zürich. Mein Neffe war über 30 Mal Schweizer Meister. 10 Jahre lang ungeschlagen.

 

“Mein Eh’mann mit Namen Krause,

kam besoffen nachts nach Hause

Er randalierte, tobte, ein Geschrei

sein Auto war auch noch dabei.

Er sang auch noch obzöne Lieder

mit einem Rohholz schlug die Frau ihn nieder.

Liebe Frauen, ich sag’s euch allen

lasst euch solches nicht gefallen.”

 

Das ist ein Hauch daraus. Lange, lange Liebesgedichte.

 

“Ein Autopärchen, schön zu schauen,

sie liessen sich im Auto trauen.

Verbrachten dann bei Sternenpracht,

im Auto ihre Hochzeitsnacht.”

 

Also, das sind alles ganz genaue Reime.

Ach, das wollte ich noch erzählen: Mein Sohn hat in Deutschland geheiratet in Oggersheim. 100 Meter vom Bundeskanzler Helmut Kohl. Und einen Abend bevor wir gegangen sind, zur Hochzeit nach Deutschland, da habe ich mir den Schenkelhals gebrochen und musste ins Spital. Und da hatte ich schon abgeschlossen mit meiner Geschichte. Und da hat mir ein Engel neue Verse ins Hirn rein gepumpt.

“Ich träumte einst von tausend Schafen

ich bin am Steuer eingeschlafen.

Ein Engel kam,

ich war gerührt

hat mich im Himmel eingeführt.

Der Engel, jung, sehr schön und nett

kam zu mir ins Himmelbett.

Ein Engelchor, er sang die Himmelshymne

und eine wunderschöne Stimme:

“Mach Augen auf und schau

der Engel hier war auf der Erde eine Frau.”

 

Ach, das sind alle schöne Gedichte, alle Arten.

Eine wunderschöne Hochzeitsnummer:

 

“Ein Fischer, der fischt nicht nach Fischen,

sondern nach Frauen

mit einem Herz an der Angel…”

Er erzählt sein Schicksal, was er alles verpasst. Und was er alles machen würde.

Das war meine Hochzeitsnummer.

 

Alle meine Kollegen meinten: “Du musst ein Buch schreiben!” Wo findest du einen Verleger, der so viel Geld in die Hand nimmt? Aber, ich stelle mir ein großes Buch vor. Meine Vorstellung – drei Mädchen, die Alpenpunk machen, und ein Cadillac kommt grad. Damit man sieht: das Buch ist Komik. Also, nicht einfach ein Buch, sondern so, wie ich’s denk. Es sind33 Seiten und man sollte sie nicht kopieren, zumindest nicht unter falschen Namen.

Ihr seid ein nettes Team, für euch würde ich noch gerne eine Show machen.

Das ist nicht von mir:

Wie euch bekannt sein dürfte. Die Beutelratte oder das Känguru kamen sehr oft im Hottentottenlande vor. “Im Hottentottenland lebte eine Mutter die zwei Kinder hatte, die stotterten und an Trottolossis litten. Deswegen nante man sie auch Hottentottenstottertrotelmutter. Auf besagte Hottentottenstottertrottelmutter wurde ein Attentat verübt und man nannte den Attentäter den: Hottentottenstottertrottelmutterattentäter. Besagter Hottentottenstottertrottelmutteratentäter wurde jedoch gefangen genommen und in einen Lattengitterweterkoter gespert in dem eine Lattengitterweterkoterbeutelratte gefangen war. Nach einiger Zeit kniff die Lattengitterwetterkotterbeutelratte aus, und wiederum nach einiger Zeit meldete sich ein Man im Bürgermeisteramt und sagte:
,,Herr Bürgermeister,ich habe eine Beutelratte gefangen!”,,Ja welche Beutelratte haben sie denn gefangen?”,,Ich habe die Beutelratte gefangen, die in dem Lattengitterwetterkotter saß in dem der Hottentottenstottertrotelmutterattentäter gefangen ist”,,Ach so, dann haben sie also die Hottentottenstottertrotelmutterattentäterlattengitterwetterkotterbeutelratte
gefangen?
Nun, dann nehmen sie hier diese Hottentottenstottertrotelmutterattentäterlattengitterwetterkotterbeutelratte-
fangpramie in Empfang und gehen sie befriedigt nach Hause.”

Ja ja, das habe ich nicht selber geschrieben, das habe ich gestohlen. Das ist geistiger Raub. Und wenn ihr mein Buch dann kopieren lasst und ein eigenes Buch daraus macht und das zB der Mayer geschrieben hat, dann gibts ein Prozess.

Meins habe ich dreifach schützen lassen. Nur Copyright, das reicht nicht. Ich habe noch zwei andere Sachen, falls einer so frech wäre.

Die Geschichte habe ich auch der Helene Fischer geschrieben, die war gestern im Halle-Stadion. Da hat der Tagesanzeiger eine ganze Seite über eine Verlegerin, welche in Berlin einen Verlag übernommen hat, veröffentlicht. Darauf war eine schöne, nette Frau abgebildet. Dieser habe meine 33 Manuskriptseiten an Versen eingeschickt, 14 CHF an Porto bezahlt – keine Antwort. Per Mail dann nochmal nachgefragt, ob irgendetwas verloren gegangen oder abgefangen sei – aber wieder keine Antwort erhalten.  Dem Brief war auch der Zeitungsausschnitt von ihr beigelegt. Aber man bekommt eben auch mal wieder einen Schuh.

Es sind nicht alle Leute lieb. Aber da gibt’s auch ein Spruch: Eigentlich sind alle Menschen lieb, aber im Auto werden sie zu Hyänen. Also gut, meine Frau wartet irgendwo beim Müller oder so. Schönes Team, danke.