Das Projekt

„Wenn man im Sommer durch die Unterführung vom Neptun zur Seestraße ging, konnte man ihn riechen – den See. Dieser Geruch war für mich Inbegriff von Heimat. Leider gibt es diesen Geruch heute nicht mehr – allenfalls ein Hauch davon mag  ab und zu noch in der Luft liegen.

Ist der See zu sauber geworden? Funktioniert meine Nase nicht mehr richtig? War alles nur Einbildung? 

Die Erinnerung daran vermag noch immer ein warmes, seliges Gefühl hervorzurufen. So wie dort roch es nirgendwo sonst auf der Welt.“

 Notker Homburger

 

Gibt es das? DEN Geruch von Konstanz? DEN Konstanzer? DAS Konstanzer Heimatgefühl?

Oder bedeutet es für jeden der 84.693 Einwohner – und für jeden der noch viel zahlreicheren Gäste der Stadt etwas anderes, ein paar Stunden oder das ganze Leben in dieser Stadt zu verbringen?

Die Gemeinsamkeiten genauso wie die Vielstimmigkeit, die das tägliche Leben in Konstanz ausmachen, hör-, sicht- und sonstwie erfahrbar zu machen, ist das Ziel unserer Reise. Wir wollen möglichst viele Konstanzer und Gäste der Stadt dazu bringen, uns Geschichten zu erzählen. Geschichten über sich selbst und die Stadt – und was beides mit einander zu tun hat. Dabei interessieren uns weniger die großen, spektakulären und aussergewöhnlichen Geschichten – sondern gerade die kleinen Seltsamkeiten des Alltags, die das tägliche Leben ausmachen. Und die für den Einzelnen manchmal vielleicht viel spektakulärer sind, als es zunächst den Anschein hat.

Das Projekt findet in drei Phasen statt:

PHASE I – 24. November – 4. Dezember 2012

Für knapp zwei Wochen haben wir das Piaggo – Ape – Dreirad des Theaters zu einer mobilen Forschungsstation umgebaut. Diese Station haben wir zu den verschiedensten Tageszeiten an verschiedenen Orten in und um Konstanz auf der Straße aufgebaut – und uns auf die Suche nach Ihnen und Ihren Geschichten gemacht. An insgesamt 12 Stationen in dieser Zeit haben wir in einem Team aus Schauspielern, Theatermitarbeitern und Studenten fast vierhundert Gespräche geführt. Über 700 Portraitfotos und einige längere Filme von unseren Gesprächspartnern (und anderen Passanten) sind dabei entstanden. Die Menge und vor allem aber die Vielfalt der Gesichter und Geschichten hat uns dabei selbst überrascht – und begeistert!

Schon am ersten Tag der Expedition haben wir begonnen, unsere Ergebnisse auf dieser Webseite zu veröffentlichen. Im Lauf der nächsten Monate soll das gesamte Material, das wir im Rahmen dieses Projektes sammeln, möglichst ungefiltert auf dieser Seite bereitgestellt werden. Es entsteht so ein täglich wachsendes, virtuelles Archiv der Gesichter und Geschichten der Stadt Konstanz.

PHASE II – 4. Dezember 2012 – 6. April 2013

Die Expedition geht in die zweite Runde. Mit einigen Gesprächspartnern, die wir z. B. an der Forschungsstation kennen gelernt haben, verabreden wir uns zu weiteren, längeren Gesprächen. Gleichzeitig sind wir weiter auf der Suche nach neuen Gesichtern und Geschichten: Wir tauchen weiter unvermutet an verschiedenen Orten in der Stadt auf, wir sprechen einige „Experten“ gezielt an – und wir erwarten Sie im Internet oder am Telefon!

Etwa ab Januar 2013 entstehen in enger Zusammenarbeit mit den Musikern des Projektes – Norbert Heizmann, Notker Homburger und Notty‘s Jug Serenaders – erste Entwürfe für paraethnologisch – phydläsophische Revue, mit der wir die Ergebnisse unserer Reise in den Alltag der Stadt auch auf der Bühne präsentieren wollen. Und schließlich beginnen am 26. Februar 2013 die Proben für diese Revue.

PHASE III – Ab dem 6. April 2013

Ab dem 6. April 2013 wird in der Spiegelhalle des Theaters Konstanz die paraethnologisch – phydläsophische Revue „Der Geruch vom Bodensee“ aufgeführt.

Auch in dieser Phase wird das Projekt noch weiter wachsen und sich verändern – lassen Sie sich überraschen!

Projekt

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